Finanzcoaching

Geld, Börse, Finanzen – diese Themen haben auch eine psychologische Komponente. Alles, was wir im Laufe unseres Lebens über Geld gelernt haben, beeinflusst heute unsere Entscheidungen. Diese Einflüsse sind uns aber häufig nicht bewusst/bekannt. Die Folge: Wir bauen mit unseren finanziellen Entscheidungen oft auf „Sand“ und erzielen nicht die Ergebnisse, die wir erzielen könnten.

Was ist Finanzcoaching?

Finanzcoaching ist ein aktiver Weiterentwicklungsprozess, der die Ressourcen der Beteiligten aktiviert und irrationale und dysfunktionale Muster reflektiert. Finanzcoaching ermöglicht dem Kunden eine bewusste und kompetente Auseinandersetzung mit seinen Finanzentscheidungen.

Wie unterscheidet sich Finanzcoaching von Finanzberatung?

Während Finanzberatung Wissen und Kompetenzen zur Verfügung stellt, werden im Finanzcoaching das Wissen und die Fähigkeiten des Kunden (Einzelpersonen oder Teams) durch Coaching-Methoden aktiviert. Diese Aktivierung führt häufig direkt zu einer besseren Entscheidungsgrundlage. Gleichzeitig werden aber auch die Denkmuster, die einer erfolgreichen Finanzentscheidung im Wege stehen, durch Fragen analysiert, reflektiert und in angemessene und zielorientierte Denk- und Verhaltensmuster umgewandelt. Kunden von Finanzcoaching treffen bewusster Entscheidungen. Sie entscheiden dadurch schneller, effektiver und nachhaltiger.

Finanzcoaching versteht sich als optimale Ergänzung von guter Finanz-, Steuer-, und Rechtsberatung bei allen brennenden Fragen zu Geld und Finanzen im Unternehmen und in der Familie.

Zielgruppen für das Finanzcoaching:

  • Unternehmer
  • Geschäftsführer
  • Nachfolger
  • Gründer
  • Erben
  • Privatpersonen

 

Ausgangspunkte eines Finanzcoachings:

  • Wie treffen wir als Unternehmen, Familie oder als Einzelperson gute Finanzentscheidungen?
  • Welcher Vermögensberater oder Vermögensverwalter passt zu mir?
  • Wie gestalte ich die Beziehung zu meiner Bank auch in Krisenzeiten auf Augenhöhe?
  • Wie kann die Rolle von Geld im Unternehmen von Beginn an bewusst reflektiert werden?
  • Wie können Unterschiede im Umgang mit Risiko in der Geschäftsleitung zu einem effizienten Entscheidungsprozess geführt werden?
  • Welches Gehaltssystem und welche Form der Mitarbeiterbeteiligung passen zu meiner Firma?
  • Wie kann ich meine Mitarbeiter bei der Entscheidung für eine betriebliche Altersvorsorge unterstützen?

 

Beispiel für ein Finanzcoaching: Unternehmensnachfolge

Bei einer Unternehmensnachfolge bewerten Verkäufer (Unternehmer) und Käufer (Jungunternehmer) das Unternehmen häufig sehr unterschiedlich. Oft reicht eine „objektive“ Bewertung durch einen Fachmann nicht aus, um die Unterschiede auszugleichen und die beiden Partner zueinander zu bringen. Die Übergabe droht zu scheitern. Im Prozess des Finanzcoachings reflektieren zunächst beide Seiten getrennt ihre unbewussten Ängste, Hoffnungen und Wünsche, die sie an einen bestimmten Geldbetrag gebunden haben. Diese „Neubewertung“ der Gefühle löst irrationale Aspekte auf. Die Perspektiven erweitern sich und bislang unbeachtete, kreativere Lösungen fließen ab jetzt in den Entscheidungsprozess ein. Die notwendige Annäherung an die „objektive“ Bewertung einer dritten Seite gelingt. Die Grundlagen für eine sachorientierte, erfolgreiche Verhandlung sind gelegt.

Beispiel für ein Finanzcoaching: Vom Unternehmer zum Finanzunternehmer

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – wenn das Unternehmen verkauft ist wird aus dem Unternehmer meist ein Finanzunternehmer. Für den ehemaligen Unternehmer und die Unternehmerfamilie beginnt dann die Suche nach einer neuen Identität. Alle Zeit, Energie und Aufmerksamkeit, die bisher an das Unternehmen gebunden war ist nun „frei“ verfügbar. Das birgt die Gefahr, dass das Geld ins Zentrum der Aktivitäten rückt, noch bevor die Beteiligten sich mit der Rolle von Geld in ihrem Leben aktiv auseinander gesetzt haben. Unbewusste Muster (Zum Beispiel: „Geld ist Sicherheit“) beginnen die Steuerung bei Entscheidungen zu übernehmen. Schnell bestimmen alte und neue Ängste und Konflikte das weitere Geschehen. Den neuen Gestaltungsraum für Familie, Beziehungen und Geld frei und entspannt zu nutzen fällt schwer. Die Summen, die den Personen ab dem Moment des Verkaufs im täglichen Leben zur Verfügung stehen sind meist viel größer als in allen Jahren zuvor. Die Phase der Freude ist kurz. Der Druck, damit „richtig“ umzugehen ist enorm, nicht zuletzt für die meist schon erwachsenen Kinder. Den anstehenden Orientierungs- und Lernprozess der Familie kann Finanzcoaching effizient begleiten. Der Weg vom Unternehmer zum Finanzunternehmer gelingt und alle weiteren Aktivitäten der Familie gewinnen an Sinn und Lebensqualität.

Weitere Informationen: www.fcm-coaching.de/finanzcoaching

Ihr Berater:
Monika Müller, Dipl.-Psychologin / Master Certified Coach (ICF)